Anbindung der Hofwaldschlut an den Riedkanal

Die Hofwaldschlut ist eine alte Murgschlinge, die bis auf ein Altwasser im Mündungsbereich in den Riedkanal weitgehend verlandet war. An den Ufern haben sich zwar Auwaldreste erhalten, aber es fehlte bisher das Wasser, damit sich diese gut entwickeln können. Um die Hofwaldschlut zu revitalisieren, wurde sie behutsam freigelegt und im März 2014 durch eine Öffnung im Riedkanal an die Hofwaldschlut angeschlossen. Die Verteilung des Wassers auf den Riedkanal und Hofwaldschlut wird über eine Schwelle im Riedkanal geregelt, die für alle Gewässerorganismen durchwandert werden kann. Das meiste Wasser wird durch die Hofwaldschlut geleitet, im Riedkanal verbleibt eine Mindestmenge. Hochwasser kann weiterhin schadlos durch den Riedkanal und die Hofwaldschlut abgeführt werden. Der  Riedkanal wurde ähnlich wie in der Geggenau naturnah umgestaltet, indem Steine aus der Uferbefestigung in Strömungslenker umgebaut und als Uferbänke mit Kies und Sand hinterschüttet wurden. Die weitere Gestaltung des Gewässerbettes bleibt dem Riedkanal überlassen. Um genug Platz für die Wassermengen zu schaffen, wurde Ende 2012 der Durchlass unter der Straße von Plittersdorf nach Steinmauern vergrößert. Dieser wurde so gestaltet, dass ihn sowohl Wasser- als auch Landlebewesen durchwandern können.

Details zur Bausführung finden Sie hier: Maßnahmebereich Süd, Maßnahmebereich Nord.


Was wird dadurch erreicht?

" typeof= In der Hofwaldschlut fließt wieder Wasser und es können sich Wasserpflanzen und  Fische (z. B. Steinbeißer) ansiedeln. Im direkten Umfeld werden sich feuchte Hochstaudenfluren und mit der Zeit auch junge Weichholz-Auwälder entwickeln. Schließlich wurden artenreiche Wiesen begründet, auf denen der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling Nektarpflanzen finden kann.