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Die naturnahe Umgestaltung des Riedkanals ist abgeschlossen.  Beobachten Sie die große Strömungs-, Tiefen- und Substratvielfalt am neuen Gewässer, die sich durch Aufweitung des Gewässers und Einbau von Strömungslenkern aus Holz und Steinen entwickelt hat.  In den Kolken finden Fische Schutz vor Fressfeinden, in den flachen Ufern wachsen künftig Hochstauden und die Groppe kann ihre Eier in die Steine legen, wo sie gut mit Sauerstoff versorgt werden. Mit ein wenig Glück sehen und hören Sie den Eisvogel - ein schillerndes Luftjuwel. Durch die Umgestaltung findet er nun zahlreiche Steilwände vor, in denen er Höhlen graben und seine Jungen aufziehen kann.

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe wurde der Riedkanal in der Geggenau seit Mitte 2013 naturnah umgestaltet. Die Bauarbeiten sind fast abgeschlossen und erste Erfolge sind sichtbar. Auf rund einem Kilometer Länge wurde die Versteinung am Ufer entfernt und das steile Ufer abgeflacht. An mehreren Stellen lenkt eingebrachtes Totholz nun die Strömung und die Strömungs- und Strukturvielfalt haben sich verbessert. Der Eisvogel kann in den neu geschaffenen Steilwänden Niströhren graben und die Grüne Keiljungfer, eine Kleinlibellenart, findet im Gewässerbett geeignete Strukturen. Das Bachneunauge, ein Rundmaul und der Steinbeißer, ein am Gewässergrund lebender Kleinfisch, werden durch die Maßnahme gefördert.

Am 30.8.2013 fand ein Informationstermin mit Presse zur naturnahen Umgestaltung des Riedkanals statt. Bei strahlend blauem Himmel freuten sich Oberbürgermeister Gerstner (Baden-Baden) und sein Amtskollege Werler (Iffezheim), stellvertretender Vorsitzender des Riedkanal-Zweckverbands, über die "tolle Aufwertung des Riedkanals".  Anschließend stellte Referatsleiterin Dr. Murmann-Kristen vom Regierungspräsidium Karlsruhe die Ziele der Maßnahme und des gesamten Projekts vor. Dr. Kern, Leiter des beauftragten Büro River Consult erläuterte die Bauweise für die Maßnahme zunächst an Plänen und die bereits hervorragende Entwicklung der bereits vor Jahren umgesetzte Teststrecke oberhalb vor Ort.

Projektleiter Daniel Raddatz beantwortete in einem Interview Fragen von SWR4 zu den Zielen der Maßnahme.